Dunkelheit

Auch das glücklichste Leben ist nicht ohne ein gewisses Maß an Dunkelheit denkbar, und das Wort Glück würde seine Bedeutung verlieren, hätte es nicht seinen Widerpart in der Traurigkeit. 

Carl Gustav Jung

Jeder Mensch ist ein Künstler

Im Alter von 10 Jahren freundet sich die kleine Susan mit ihrem 80-jährigen Nachbarn Mr. Boggs an. Als dieser schwer erkrankt, schickt  sie ihm einen Monat lang täglich kleine Briefchen und selbstgebastelte Karten ins Krankenhaus. Kurze Zeit später wird der alte Herr wieder ganz gesund und sagt rückblickend, dass sie ihn damit gerettet habe. Niemand sonst hatte in dieser Zeit geschrieben oder ihn angerufen. Eine reale Geschichte die zeigt, dass kleine Dinge Großes bewirken können.

Aus der kleinen Susan von damals ist eine erfolgreiche Illustratorin und Autorin zahlreicher Selbsthilfebücher geworden. Nachfolgend ein paar inspirierende Zeilen:

„how to be an artist“

Lasse dich fallen.

Lerne, Schnecken zu beobachten

Pflanze unmögliche Gärten.

Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.

Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen und verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Freue dich auf Träume.

Weine bei Kinofilmen.

Schaukle, so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen.

Verweigere dich, „verantwortlich“ zu sein. Tue es aus Liebe.

Mache eine Menge Nickerchen.

Gib weiter Geld aus.

Mache es jetzt.

Das Geld wird folgen.

Glaube an Zauberei.

Lache eine Menge.

Bade im Mondlicht.

Träume wilde, phantastische Träume.

Zeichne auf die Wände.

Lies jeden Tag.

Stell dir vor, du wärst verzaubert.

Kichere mit Kindern.

Höre alten Leuten zu.

Öffne dich.

Tauche ein.

Sei frei.

Preise dich selbst.

Lass die Angst fallen.

Spiele mit allem.

Unterhalte das Kind in dir.

Du bist unschuldig.

Baue eine Burg aus Decken.

Werde naß.

Umarme Bäume.

Schreibe Liebesbriefe.

Im Original…

stay loose.

learn to watch snails.

plant impossible gardens.

invite someone dangerous to tea.

make little signs that say yes! and post them all over your house.

make friends with freedom and uncertainty.

look forward to dreams.

cry during movies.

swing as high as you can on a swingset, by moonlight.

cultivate moods.

refuse to be „responsible“. do it for love.

take lots of naps.

give money away.

do it now.

the money will follow.

believe in magic.

laugh a lot.

celebrate every gorgeous moment.

have wild imaginings, transformative dreams, and perfect calm.

draw on the walls.

read every day.

imagine yourself enchanted.

giggle with children.

listen to old people.

open up.

dive in.

be free.

bless yourself.

drive away fear.

play with everything.

entertain your inner child.

you are innocent.

build a fort with blankets.

get wet.

hug trees.

write love letters.

Susan Ariel Rainbow Kennedy (SARK)

Quelle: www.planetsark.com

Es ist nie zu spät

Es ist nie zu spät, so zu sein, wie man es gerne gewesen wäre. George Eliot

Dankbarkeit

Nichts ist selbstverständlich – das vergessen wir leider allzu oft. Kurz vor Weihnachten wurde ich durch eine starke Erkältung schlagartig daran erinnert: Knock-Out am zweiten Urlaubstag. So heftig hatte es mich seit Jahren nicht mehr erwischt und ich beschloss, diese Krankheit mit allem was dazu gehört anzunehmen. Bettruhe war angesagt. Ich vertraute auf die Selbstheilungskräfte meines Körpers & auf die Wirkung der guten alten Hausmittel. An dieser Stelle ein Hoch auf Zwiebel, Thymian, Kamille & Minze.

Nichts ist selbstverständlich – auch eine freie Nase nicht. Ich feierte ein inneres Freudenfest, als die Luft wieder durch mein Riechorgan strömte. 

Wir können dankbar sein, wenn unsere 5 Sinne funktionieren, wenn wir gehen, denken, lieben, lachen und weinen können. Diese nichtmateriellen Dinge sind unbezahlbar! Dankbarkeit macht zufrieden und wir sind imstande etwas dafür zu tun, um dieses Gefühl in uns hervorzurufen.

Die Natur bietet hierzu unzählige Möglichkeiten! Einfach mal durch den Schnee stapfen und dem Knirschen der Stiefel lauschen. Beobachten, wie die funkelnden Flocken von den Bäumen rieseln und ein paar Eiskristalle in der Hand oder auf der Zunge zergehen lassen. Die Stille des Winterwaldes in sich aufnehmen und den Augenblick genießen. Eins sein mit der Natur und sich selbst.

Auf diese Weise bin ich vor einigen Tagen mit einer Freundin durch den Wald gelaufen. Es hat unfassbar gut getan, nach der Erkältung meine Energie wieder zu spüren. Irgendwann lagen wir beide im Schnee, machten Schneeengel und waren einfach dankbar für dieses gemeinsame Erleben.

Nichts ist selbstverständlich – auch Freundschaft nicht.

Ein achtsamer und dankbarer Blick auf uns selbst, die Menschen in unserem Leben und alles was uns umgibt, kann wesentlich zu unserem Glück beitragen. 

Der Januar

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.

Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.

Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.

Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

Erich Kästner