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Anfangs war ich etwas skeptisch. Irgendwie hatte ich gedacht, es läuft darauf hinaus, Bäume zu umarmen. Aber mit diesem Gedanken wurde mir klar, dass wir genau bei meinem Thema waren: Mit Vorurteilen und Ablehnung an neue Dinge heran zu gehen.

Es ist mir dennoch nicht leicht gefallen, mich auf die Erfahrungen in der Natur einzulassen. Aber nach einer gewissen Zeit haben sich meine inneren Blockaden gelöst. Und die Kraft und Ausgeglichenheit, die ich danach gespürt habe war phänomenal. Man muss einfach nur den Kopf ausschalten, wenn’s auch schwer fällt. Was danach kommt ist einfach richtig gut. Mir hilft es seither weiter.

(Persönliche Daten werden von mir vertrauensvoll behandelt und daher an dieser Stelle auch keine Initialen angegeben. Bei den Rückmeldungen der „Auszeiten“ nur mit Genehmigung der TeilnehmerInnen.)

Auf das was da noch kommt

Gute Laune Musik mit tiefgründigem Text: „Jedes Stolpern, jedes Scheitern – es bringt uns alles ein Stück weiter zu uns.“ Recht haben sie, Lotte & Max 🙂

Es geht grad erst los, ich will so viel noch sehen
Will gegen die Wand fahren und wieder aufstehen
Will der größte Optimist sein, wenn es tagelang nur regnet

Will Stunden verschwenden und nicht so viel planen
Mich in Träumen verlieren und von vorne anfangen
Ich will nie mehr Pessimist sein, wenn wir uns mal begegnen

Und wenn ich so an all das denk‘
Will ich, dass es jetzt beginnt

Auf das, was da noch kommt
Auf jedes Stolpern, jedes Scheitern
Es bringt uns alles ein Stück weiter zu uns
Auf das, was da noch kommt

Auf das, was da noch kommt
Auf Euphorie und alles Leichte
Hoff‘ das wird lange noch so bleiben für uns
Auf das, was da noch kommt

Zurück in den Süden und langsamer leben
Mehr Zeit für die Liebe, mal sehen was da geht
Und wenn ich da nicht ankomm‘
Bin ich zumindest auf dem Weg

Und wenn ich so an all das denk‘
Will ich, dass es jetzt beginnt

Ichmüsstenochschnell

Wer kennt sie nicht, die unzähligen alltäglichen „Ich müsste noch schnells“. Gesellt sich ein an uns gerichtetes „Könntest du kurz“ dazu, geraten wir schnell mal aus der Balance. Familie, Arbeit, Haushalt,… alles unter einen Hut zu bekommen, ist oftmals eine echte Herausforderung. Hinzu kommen noch weitere Verpflichtungen – sowohl freiwillige als auch unfreiwillige. Forderungen von außen und innere Forderungen halten uns auf Trab.

Wenn unser Alltag durchgetaktet ist, ein Termin den nächsten jagt und wir keine Freiräume mehr haben, verlieren wir unser Gleichgewicht. Alles wird irgendwie zu viel und doch fehlt etwas in unserem Leben.

Was, das können wir herausfinden, wenn wir uns etwas Zeit nehmen.

Zeit zum Innehalten.

Zeit, Körper & Seele zu stärken.

Zeit, unsere Lebendigkeit wieder zu spüren.

Zeit, einfach mal zu sein und uns selbst wiederzufinden.

In der Natur können wir regenerieren und uns auf das besinnen, was wirklich zählt im Leben. So manches „Ich müsste noch schnell“ verschwindet plötzlich wie von selbst.

Sein

Ein Titel, der das Erleben in der Natur wunderbar beschreibt: „Sein“ von Andreas Bourani

Ich habe einen Ausblick,
den man nie wieder vergisst.
So wunderschön, dafür reichen Worte nicht.
Ich habe Glück, denn ich muss mich nicht beeilen.
Nichts dafür zu tun, um bedeutungsvoll zu sein.

Die Berge ziehen am Horizont, wie Wellen übers Land.
Sie nehmen mich bei sich auf so als wären wir verwandt.
Ich sitze hier und atme leise, um all das nicht zu stören.
Um unbemerkt für eine Weile zu allen zu gehören.
Zu allen zu gehören.

Hier bin ich mit mir verbunden.
Hier leb ich in mich hinein.
Hier gelingt es für Sekunden, mich von allen zu befreien.
Hier ist meine Angst verschwunden.
Hier bin ich mit mir allein.
Ich bin im großen Grün versunken, hier um einfach nur zu sein.

Lautlos zieht ein Falke in der Ferne seine Bahn,
nur einmal so wie er zu fliegen, zu fallen ohne Fall.
Ich stelle was ich fühle, über alles was ist weiß.
Ich bin in mir daheim, hier schließt sich der Kreis,…

Wenn keiner von Milliarden Steinen einen anderen gleicht,
warum hab ich dann Zweifel an meiner Einzigartigkeit.
Hier draussen finde ich mehr, als ich je geben kann.
Ich bin so am leben, mir macht selbst sterben keine Angst,

Hier hat jemand ein schönes Video auf Youtube eingestellt:

Der September

Das ist ein Abschied mit Standarten
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.

Das ist ein Abschied mit Posaunen,
mit Erntedank und Bauernball.
Kuhglockenläutend ziehn die braunen
und bunten Herden in den Stall.

Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.

Das ist ein Abschied mit Getümmel,
mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.
Luftschaukeln möchten in den Himmel.
Doch sind sie wohl nicht fromm genug.

Die Stare gehen auf die Reise.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.

Erich Kästner