Karte 5

Ich freue mich sehr, dass sich auch Männer an meiner Aktion beteiligen. So entsteht eine bunte Sammlung 😊

Nachfolgende Zeilen hat mir Werner Müller geschickt:
„Bitte“ – von Hilde Domin

Wir werden eingetaucht
und mit den Wassern der Sintflut gewaschen
Wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut

Der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränengrenze
taugt nicht
der Wunsch den Blütenfrühling zu halten
der Wunsch verschont zu bleiben
taugt nicht

Es taugt die Bitte
dass bei Sonnenaufgang die Taube
den Zweig vom Ölbaum bringe
dass die Frucht so bunt wie die Blume sei
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden

und dass wir aus der Flut
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
zu uns selbst
entlassen werden.

Aus: dies., Gesammelte Gedichte.
Copyright: S.Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1987

Karte 4

Manchmal können einem auch Erinnerungen an etwas oder die Vorfreude auf etwas Kraft geben ❤️ „Ich liebe das Meer. Das Glitzern der Sonne oder des Mondes auf den Wellen hat etwas Beruhigendes. Es ist einfach unbeschreiblich.“ Heidi Wieser

Karte 3

Fünf Worte, die Wertschätzung bedeuten ❤️ Die uns bewusst machen, welche Wunderwaffe jeder einzelne von uns damit in Händen trägt.

Karte 2

„Diese Geschichte lese ich immer, wenn es mir nicht gut geht: Spuren im Sand (Olga Köbelin)

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
daß in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“
Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“
Margaret Fishback Powers
(*1944, † unbek.)

Karte 1

„Die Liebe zu meinen Tieren und die Ruhe und Kraft der Bäume und Pflanzen helfen mir. Die sanften Augen meines Hundes, die kuschelige Pfote auf meinem Schoss, das Anlehnen an meinen Lieblingsbaum, das leise Flüstern der Pflanzen. Wenn dann noch Sonnenschein und ein blauer Himmel dazu kommt, habe ich genug Kraft und Mut getankt!“ (Silke Schenk)

Ich lade dich ein…

…mir deine eigenen Worte oder auch Sprüche, Zitate, Gedichte zu schicken. Das, was dir in schweren Zeiten geholfen hat. Aus diesen „bastle“ ich dann abends eine Postkarte und teile sie auf meiner Seite. Schreib mir bitte, ob ich deinen Namen nennen darf. Das möchte nicht jeder.

29.03.2020: Herzlichen Dank für eure wunderbaren Worte. Gerne mehr davon ❤️

„Was irgend gelten will und walten, muß in der Welt zusammenhalten.“ Friedrich Rückert

,

Ich suche nicht – ich finde

Ich suche nicht – ich finde (Pablo Picasso): „Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen und ein Findenwollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer.

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die im Ungeborgenen sich geborgen wissen, die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt – das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis, für jedes neue Erleben im Außen und Innen: Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.“

Im Moment weiß niemand, wohin uns die Corona-Krise führt. Irgendwann sehen wir wieder klarer und können die Erkenntnisse in einen größeren Zusammenhang einordnen. Lassen die Ängste und Sorgen hinter uns. Finden zu unserer Lebendigkeit zurück. Hören auf unser Inneres, akzeptieren was wir wahrnehmen. Halten nicht am Bekannten fest, sondern sind offen für das Neue ❤️

,

Nähe trotz Distanz

Soziale Isolation und Ausgangssperren widersprechen dem Wesen des Menschen. Sie sind unnatürlich, denn evolutionär betrachtet sind wir keine Einzelgänger – wir brauchen die menschliche Gemeinschaft. Normalerweise halten wir in Extremsituationen zusammen und schenken Trost durch Berührung und Umarmung. Momentan dürfen wir mit unseren Händen nicht trösten – wir sollen sie nur noch waschen. Das ist für viele belastend.

Der Gedanke daran, dass wir dieses Leid teilen und die Überlegung, warum es diese Einschränkungen gibt bzw. welchen Nutzen sie haben, machen alles erträglicher: „Ich bleibe zu Hause, damit ich andere und mich selbst nicht gefährde.“

Wie können wir diese schwierige Ausnahmesituation gemeinsam meistern? Indem wir uns gegenseitig unterstützen. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. So schaffen wir Nähe trotz räumlicher Distanz.

Gestern habe ich darüber geschrieben, wie jeder von uns selbst aktiv werden und sein Immunsystem stärken kann. In dieser schwierigen Zeit ist es ebenfalls wichtig, unsere Beziehungen zu pflegen und zu stärken. Ich bin keine Paartherapeutin und möchte euch lediglich daran erinnern.

In Wuhan sind die Scheidungszahlen gestiegen, weil sich die Ehepaare unter der Quarantäne auf die Nerven gegangen sind. Durch die (ungewohnt) viele gemeinsame Zeit, die wir zwangsweise miteinander verbringen, können ganz schnell alte, unbewältigte Konflikte aufbrechen und neue entstehen. Hinzu kommen Ängste und Sorgen und diese Kombination kann auch für die stärkste Partnerschaft zur echten Herausforderung werden.

Wichtig ist ein konstruktiver Umgang miteinander, denn einseitige Schuldzuweisungen sind weder fair noch hilfreich. Manchmal geht es auch bei einem Streit von Erwachsenen wie im Kindergarten zu. Zuhören fällt dann nicht leicht. Wir können versuchen, die Sichtweise des Gegenüber zu verstehen. Uns entschuldigen, wenn wir einen Fehler gemacht haben. Eine Vertrauensperson anrufen, wenn wir mal Dampf ablassen müssen. Jeder braucht ab und zu eine Verschnaufpause. Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse – auch im Hinblick auf Nähe und Distanz. Diese müssen geäußert und respektiert werden.

„Darin besteht die Liebe: Dass sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden.“ Rainer Maria Rilke

Erich Kästner

,

Immunsystem stärken

Wir lesen & hören aktuell überall, dass wir uns durch die Einhaltung der Hygienevorschriften vor dem Corona-Virus schützen müssen. Dies ist richtig und wichtig. Die Informationen darüber, wie wir unser Immunsystem auf natürlichem Weg stärken können, kommen meiner Meinung nach aber zu kurz.
Folgende Tipps stärken nicht nur dein Immunsystem, sondern fördern auch viele andere Aspekte deiner physischen und psychischen Gesundheit.

Gesunder Schlaf ist eine wesentliche Säule für das körperliche & seelische Wohlbefinden. Im Schlaf kannst du regenerieren und Kraft schöpfen. Tipps für eine gute Schlafhygiene findest du hier: https://schlafgestoert.de/site-48.html
Lang anhaltender Stress belastet das Immunsystem und Entspannung ist immens wichtig. Finde heraus, was dir hilft: Meditation, Autogenes Training, Atemübungen, ein Spaziergang oder Sport.

Jede Sportart, die in optimaler Dosis ausgeübt wird, stärkt dein Immunsystem. Du kannst z.B. draußen Fahrrad fahren oder drinnen auf dem Heimtrainer strampeln. Was dir Spaß macht! Bewege dich an der frischen Luft, in schöner Umgebung und du wirst mit der Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormonen) belohnt. Das Stresshormon Cortisol und der Blutdruck werden gesenkt.

Außerdem kommt hier das wichtige Sonnenlicht ins Spiel. Wenn sie auf unsere Haut strahlt, produziert der Körper Vitamin D und darüber hinaus wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Das vermindert den Stress und verbessert die Stimmung.

Wenn du eine Sauna daheim hast, dann nutze sie. Der Wechsel von Erwärmung und Abkühlung regt nicht nur das Immunsystem an, sondern trainiert außerdem das Herz-Kreislauf-System.

Kneipp-Anwendungen härten ebenfalls ab. Ob Güsse, Bäder, Waschungen oder Wickel. Auch hier darauf achten, was dir gut tut.

Abwechslungsreich essen & ausreichend trinken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit allen notwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Darüber freut sich auch dein Darm.

Lange Zeit wurde dieses Super-Organ unterschätzt. Die Darmschleimhaut enthält mehr als 70% unserer Immunzellen. Wer mehr über den „wichtigsten Berater unseres Gehirns“ erfahren möchte, dem empfehle ich diese Seite: www.darm-mit-charme.de Das Buch und die Videos sind informativ & unterhaltsam.

Akzeptiere dich selbst – mit all deinen Stärken und Schwächen. Niemand ist perfekt und es ist völlig in Ordnung, an manchen Dingen zu scheitern.

Es hilft nicht, negative Emotionen zu verdrängen. Setze dich bewusst mit deiner eigenen Stimmung auseinander, damit du sie verarbeiten und bewältigen kannst. Rede mit Menschen, denen du vertraust, über deine Sorgen und Gefühle. Auf diese Weise kannst du dir eine Last von der Seele reden und Unterstützung erhalten.

Ängste sind in dieser Situation absolut normal und keiner muss sich dafür schämen. Sei es die Angst vor einer Ansteckung oder existenzielle Ängste. Informationen durch einen Faktencheck können beruhigen. Bleib aktiv, damit du dich nicht hilflos ausgeliefert fühlst. Aber nicht permanent den Corona-Ticker verfolgen.

Schau dir auch mal einen lustigen Film an und beschäftige dich mit Dingen, die dir einfach nur gut tun. Etwas, bei dem du regelrecht versinken und die Welt um dich herum vergessen kannst. Über das Lesen habe ich kürzlich schon geschrieben: http://wegweiser-natur.de/die-seele-staerken

Positive Gedanken und Gefühle können wie eine gute Arznei wirken. Was war heute schön? Wofür bist du dankbar?

Pflege soziale Kontakte online, über Telefon oder Briefe.

Helfen (und schenken) macht übrigens nachweislich glücklich. Auch hier werden Glückshormone freigesetzt und der Anteil der Stresshormone sinkt.

Wir sind für unsere Gesundheit selbst verantwortlich: „Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel.“ Sebastian Kneipp

Wenn ihr weitere Anregungen und hilfreiche Tipps habt, dann könnt ihr meine Ausführungen gerne ergänzen. Gemeinsam sind wir stark ❤️