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Im Moment leben

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ – viele von euch kennen diesen Film-Klassiker sicherlich: Der arrogante, zynische und unsympathische TV-Wettermann Phil muss zum alljährlichen „Murmeltiertag“ in die Kleinstadt Punxsutawney. Gefangen in einer Zeitschleife und an den Ort gefesselt, erlebt er diesen einen Tag immer und immer wieder. Für alle anderen Menschen ist es hingegen ein neuer Tag, auf den sich alle freuen. Die täglichen Wiederholungen quälen Phil und lassen ihn am Leben verzweifeln.

Sein Erleben und seine Erfahrungen ändern sich erst, als er seine innere Haltung ändert. Er erkennt, dass es in seiner Hand liegt, wie und wofür er diesen Tag nutzt. Plötzlich hält er nach Möglichkeiten Ausschau und füllt ihn mit freudvollen Begegnungen und Ereignissen. Der Murmeltiertag bietet ihm unzählige Gelegenheiten, Mitgefühl zu zeigen, Lebensfreude zu spüren und sich dadurch selbst zu entfalten.

So wie Phil können auch wir unsere innere Haltung ändern. Wir können uns die Frage stellen, durch welche Brille wir heute – in diesem Augenblick – auf die Welt schauen wollen.

Corona ist Realität. Wir haben es mit etwas bisher Unbekanntem zu tun und Ungewissheit macht uns Angst. Wenn wir aber nur noch hoffen, dass dieser Spuk bald vorüber ist und dabei vergessen zu leben, vergeuden wir kostbare Lebenszeit. Wir können nicht vorhersehen, was in den nächsten Wochen, Monaten oder gar 2021 auf uns zukommt. Alles ist ungewiss.

Aber wir können den gegenwärtigen Moment mit allen Sinnen genießen. Innehalten und den Blick auf die schönen Dinge richten und diese wertschätzen. Diese Dankbarkeit gibt uns Kraft! Wir können uns Phil zum Vorbild nehmen und für freudvolle Begegnungen und Ereignisse sorgen.

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Erlaube dir zu erblühen

Eine Blume braucht Wasser und Licht, damit sie irgendwann erblühen kann. Ohne diese beiden Elemente vertrocknet und verkümmert sie. Auch wir Menschen haben Grundbedürfnisse – physische (Essen, Trinken, Schlaf,…) und psychische (Sicherheit, Verbundenheit, Wertschätzung, Selbstverwirklichung,…).

Sind unsere Grundbedürfnisse befriedigt, erleben wir positive Gefühle wie Freude und Zufriedenheit. Bleiben sie dauerhaft unbefriedigt, nehmen negative Gefühle, Stress, Anspannung und Erschöpfung zu. Auf lange Sicht werden wir krank. Daher ist es wichtig, dass wir uns mit unseren Bedürfnissen auseinandersetzen und somit die Basis für ein gesundes und zufriedenes Leben schaffen.

Wir können herausfinden, wie wichtig uns welches Bedürfnis aktuell ist und wahrnehmen, wenn sich Prioritäten in bestimmten Lebensphasen ändern. Es geht nicht darum, dauerhaft einen optimalen Zustand zu erreichen. Das wäre eine Illusion. Auch eine Blume überlebt Phasen mit weniger Wasser oder Licht.

Es geht darum, eine fürsorgliche und wertschätzende Haltung uns selbst gegenüber zu entwickeln, die sich im Alltag in ganz vielen kleinen Handlungen widerspiegelt.

Wann hast du dich zuletzt um dich selbst gekümmert? Schon lange her? Welche äußeren oder inneren Hindernisse stehen dir im Weg? Nimm deine Gedanken und Gefühle bewusst wahr. Vielleicht ist dein innerer Kritiker ja der Auffassung, dass du es nicht wert bist oder es nicht verdient hast. Vielleicht musst du erst noch lernen, deine Bedürfnisse auszusprechen oder eine Bitte an dich auch einmal auszuschlagen. Übung macht den Meister.

Begegne dir mit Achtsamkeit, Respekt, Freundlichkeit und Mitgefühl. Verharre nicht in der Knospe, sondern erlaube dir zu erblühen.

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Nur Mut!

„Eigentlich wollte ich ja gerne, ABER…“ Kommt dir dieser Satz bekannt vor? Wir haben 1000 Gründe, warum wir etwas nicht versuchen. Häufig liegt darunter schlichtweg eine Angst: nicht gut genug zu sein oder zu versagen. Angst vor dem Verlust geliebter Menschen oder Dinge. Existenzangst.

Angst zu haben ist eine ganz normale Eigenschaft des Menschen. Sie ist sogar ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags, da sie uns vor Gefahren schützt. Allerdings kann sie sich auch negativ auf unser Leben auswirken und dieses stark beeinflussen bzw. einschränken.

Im ersten Schritt gilt es die Angst zu erkennen und im zweiten Schritt, sich dieser zu stellen bzw. sie zu überwinden. Manchmal fehlt uns dafür lediglich etwas Mut. Mutig sein bedeutet, dass wir trotz unserer Angst handeln. Dass wir unsere Komfortzone verlassen und etwas Neues ausprobieren. Nur dann können wir uns weiterentwickeln und wachsen.

Dafür braucht es Zeit. Wir setzen uns unnötig unter Druck, wenn wir nur noch dieses „eine große Ziel“ erreichen wollen und dabei unsere kleinen Fortschritte nicht würdigen. Wenn wir uns vielleicht sogar verurteilen, weil es nicht schnell genug geht. Der Weg ist das Ziel! Wer weiß, was uns auf diesem noch so alles begegnet ❤️

„Ich fragte ein Schnecke, warum sie so langsam wäre. Sie antwortete, dadurch hätte sie mehr Zeit, die Welt zu sehen.“ Wolfgang J. Reus

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Lebendigkeit spüren

Was hat dir als Kind Freude bereitet und wobei hast du dich lebendig gefühlt? Als Erwachsene können wir uns daran erinnern und unserer Lebendigkeit wieder Raum geben ❤️

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Hindernis?

Manchmal stehen wir uns selbst im Weg und müssen eigentlich „nur mal“ über unseren Schatten springen. Das ist nicht immer so einfach, ich weiß.

Gestern war ich seit langer Zeit mal wieder mit dem Fahrrad unterwegs. Es hat mich doch einige Überwindung gekostet, mich auf den Drahtesel zu schwingen. Denn wenn es bergauf geht, schnaufe ich aktuell noch wie eine Dampflok. Prompt wurde ich am Berg von zwei anderen Radfahrern überholt – wobei die Frau ein E-Bike fuhr.

Oben angekommen, war ich stolz auf meine Leistung und die kleine Tour machte richtig Spaß.

Meine Oma hat früher schon gesagt: „Übung macht den Meister und von nichts kommt nichts.“

Ich fahre gleich wieder eine Runde und mal schauen, wie es heute klappt.

Das Hindernis liegt oftmals nicht im Außen. Es liegt in uns…

Das Wort gleicht der Biene

Achte auf deine Gedanken

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Narzissmus oder Selbstliebe

Pathologischer Narzissmus oder gesunde Selbstliebe? Dem Mythos nach, wird Narziss aufgrund seiner Schönheit sowohl von Männern als auch von Frauen umworben, die er allesamt verschmäht und zurückweist. Narziss wird wegen dieses Verhaltens von der Göttin Nemesis mit unstillbarer Selbstliebe bestraft. Als er eines Tages sein Spiegelbild an einer Quelle erblickt, verliebt er sich in dieses und verbringt von nun an Tag und Nacht dort. Schließlich ertrinkt er im Versuch, das geliebte Wesen zu umarmen. An der Stelle, an der er zuvor gesessen hatte, wächst eine Narzisse.

Heutzutage wird die Bezeichnung „Narzissmus“ schon fast inflationär gebraucht. Im Alltag bezeichnen wir Menschen so, wenn diese sich übermäßig attraktiv oder in sonstiger Hinsicht überragend finden, sich egoistisch, arrogant oder rücksichtslos verhalten.

Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist aber tiefgreifend und wie folgt definiert: Die Betroffenen haben (nach DSM) eine übertriebene Vorstellung davon, wie wichtig sie selbst sind. Sie fordern und erwarten, ständig von anderen bewundert und gelobt zu werden. Gleichzeitig können sie nur in eingeschränktem Umfang die Perspektiven anderer Menschen einnehmen. Die Störung beginnt in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Es müssen mindestens fünf der folgenden Kriterien erfüllt sein:

1. Die Betroffenen haben ein grandioses Verständnis der eigenen Wichtigkeit. Sie übertreiben zum Beispiel ihre Leistungen und Talente oder erwarten ohne entsprechende Leistungen, von anderen als überlegen anerkannt zu werden.
2. Sie sind stark von Phantasien über grenzenlosen Erfolg, Macht, Brillanz, Schönheit oder idealer Liebe eingenommen.
3. Sie glauben von sich, „besonders“ und einzigartig zu sein. Deshalb sind sie überzeugt, nur von anderen „besonderen“ oder hochgestellten Menschen verstanden zu werden oder nur mit diesen Kontakt pflegen zu müssen.
4. Sie benötigen exzessive Bewunderung.
5. Sie legen ein hohes Anspruchsdenken an den Tag. Das bedeutet, dass sie die übertriebene Erwartung haben, dass automatisch auf die Erwartungen eingegangen wird oder dass sie besonders günstig behandelt werden.
6. Sie verhalten sich in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch, das heißt, sie nutzen andere aus, um ihre eigenen Ziele zu erreichen.
7. Sie zeigen einen Mangel an Einfühlungsvermögen, das heißt, sie sind nicht bereit, die Gefühle oder Bedürfnisse anderer zu erkennen, zu akzeptieren oder sich in sie hineinzuversetzen.
8. Sie sind häufig neidisch auf andere oder glauben, andere seien neidisch auf sie.
9. Sie zeigen arrogante, hochmütige Verhaltensweisen oder Ansichten.

Im Gegensatz zum Narzissten muss sich ein Mensch mit gesunder Selbstliebe nicht künstlich erhöhen. Er nimmt sich so an, wie er ist – mit allen (vermeintlichen) Fehlern und Schwächen. Fühlt sich als Teil der Welt und nicht als Mittelpunkt dieser. Hält sich für genauso wertvoll wie andere Menschen und braucht nicht deren permanente Bewunderung. Sucht nicht immerzu die Bestätigung von außen, dass er liebenswert ist. Dem bekannten Sozialpsychologen Erich Fromm zufolge ist Selbstliebe sogar die Grundvoraussetzung dafür, jemand anderen lieben zu können ❤️

Augen-Blick

Dieses Zitat von Goethe spricht mir aus der Seele. So nah wie heute bin ich einem Reh noch nie gekommen. Es stand plötzlich vor mir am Wegesrand und kaute genüsslich weiter. Schaute mich an… und fraß wieder. Ich war total perplex und berührt zugleich.

Ich weiß – und das ist jetzt ganz unromantisch – das Reh sieht nicht besonders gut. Aber es nimmt Bewegungen wahr, hört & riecht sehr gut und hat dann doch relativ schnell das Weite gesucht.

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Herz oder Kopf?

Herz oder Verstand? Häufig gibt uns unsere Intuition schon die richtigen Impulse. Wir müssen nur lernen sie zu spüren.

Menschen, die keinen guten Zugang zu ihren Empfindungen, Emotionen und Gefühlen haben, tun sich bei Entscheidungen häufig schwer. Sie versuchen sich irgendwie rational abzusichern. Um die eigenen Ziele und den eigenen Weg wieder klarer zu sehen, braucht es Raum und Zeit.

Zeit, um in sich hinein zu hören. Die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Werte zu spüren. Zeit, um zu reflektieren. Sich Bewusstheit und Stimmigkeit zu verschaffen. Bei einer Entscheidung sind Kopf und Bauch wertvolle Ratgeber. Ebenso die Sichtweise anderer Menschen. Am Ende fragen wir unser Herz: „Wie fühlt sich mein Entschluss an?“

„Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.“ Blaise Pascal

Es weiß viel mehr, als wir bewusst wahrnehmen. Wir können darauf vertrauen und ins Tun kommen. Das Gefühl, dass sich etwas stimmig anfühlt, ist der Wegweiser durch unser Leben. Vielleicht ist es erst einmal ein Weg ins Ungewisse, aber nur so können wir neue Erfahrungen machen und uns selbst weiterentwickeln ❤️