Dankbarkeit

Nichts ist selbstverständlich – das vergessen wir leider allzu oft. Kurz vor Weihnachten wurde ich durch eine starke Erkältung schlagartig daran erinnert: Knock-Out am zweiten Urlaubstag. So heftig hatte es mich seit Jahren nicht mehr erwischt und ich beschloss, diese Krankheit mit allem was dazu gehört anzunehmen. Bettruhe war angesagt. Ich vertraute auf die Selbstheilungskräfte meines Körpers & auf die Wirkung der guten alten Hausmittel. An dieser Stelle ein Hoch auf Zwiebel, Thymian, Kamille & Minze.

Nichts ist selbstverständlich – auch eine freie Nase nicht. Ich feierte ein inneres Freudenfest, als die Luft wieder durch mein Riechorgan strömte. 

Wir können dankbar sein, wenn unsere 5 Sinne funktionieren, wenn wir gehen, denken, lieben, lachen und weinen können. Diese nichtmateriellen Dinge sind unbezahlbar! Dankbarkeit macht zufrieden und wir sind imstande etwas dafür zu tun, um dieses Gefühl in uns hervorzurufen.

Die Natur bietet hierzu unzählige Möglichkeiten! Einfach mal durch den Schnee stapfen und dem Knirschen der Stiefel lauschen. Beobachten, wie die funkelnden Flocken von den Bäumen rieseln und ein paar Eiskristalle in der Hand oder auf der Zunge zergehen lassen. Die Stille des Winterwaldes in sich aufnehmen und den Augenblick genießen. Eins sein mit der Natur und sich selbst.

Auf diese Weise bin ich vor einigen Tagen mit einer Freundin durch den Wald gelaufen. Es hat unfassbar gut getan, nach der Erkältung meine Energie wieder zu spüren. Irgendwann lagen wir beide im Schnee, machten Schneeengel und waren einfach dankbar für dieses gemeinsame Erleben.

Nichts ist selbstverständlich – auch Freundschaft nicht.

Ein achtsamer und dankbarer Blick auf uns selbst, die Menschen in unserem Leben und alles was uns umgibt, kann wesentlich zu unserem Glück beitragen.