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Draußen sein macht glücklich

Dieses Foto erinnert mich an meine eigene Kindheit. Früher waren wir mit Freunden den ganzen Tag draußen. Sind auf Bäume geklettert, haben Hütten oder Staudämme gebaut, Verstecken gespielt oder Kaulquappen beobachtet. Niemand wusste, wo wir genau unterwegs waren und ein Handy gab es noch nicht. Welches Kind spielt heute noch stundenlang selbstvergessen an der frischen Luft und sammelt Erfahrungen in der Natur? Für viele Eltern wäre das unvorstellbar – aus Angst, ihrem Kind könnte etwas zustoßen. Für viele Kinder ist das mittlerweile ebenfalls unvorstellbar, weil es ihnen zu langweilig ist. Sie beschäftigen sich lieber mit ihrem Smartphone, chatten mit ihren Freunden und spielen mit diesen online. Sie wissen nichts mehr mit sich anzufangen und ohne WLAN oder Akku bricht eine Welt zusammen!

In seinem Buch „Das letzte Kind im Wald“ bezeichnet der Autor Richard Louv die Entfremdung von Mensch und Natur als „Natur-Defizit-Syndrom“. Die Auswirkungen des naturfernen Lebensstils sind erschreckend. Er macht sich u.a. durch Depressionen, Ängste, Aufmerksamkeits- und Essstörungen bemerkbar. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass wir Menschen nur im Zusammenspiel mit unserer natürlichen Umwelt gesund bleiben. Ohne Waldluft und Sonnenlicht werden wir krank – physisch und psychisch.

Psychologen, Hirnforscher, Ärzte und Pädagogen sind sich einig: Das freie Spiel draußen fördert in einzigartiger Weise die körperliche, geistige und seelische Entwicklung von Kindern.

„Die Kinder von heute sind die Gesellschaft von morgen.“ Dalia Lama