Feedback 3

Es ist immer wieder erstaunlich und berührend zugleich, was sich bei KlientInnen in der Natur alles zeigt. Einige sagen hinterher, dass sie sich das niemals hätten vorstellen können. Nicht jeder möchte sein Erleben schriftlich festhalten und deshalb freue ich mich umso mehr über ein Feedback. Es hilft anderen Menschen besser zu verstehen, was „Naturtherapie“ eigentlich bedeutet. Aber lest selbst:

„Was hast du da eigentlich genau gemacht, als du neulich bei der Naturtherapie warst?“, fragte mich eine Freundin kürzlich beim Hundespaziergang. Es sprudelte unglaublich begeistert einfach so aus mir heraus:

Vom Waldparkplatz aus machte ich mich mit Silke auf den Weg zu einer lauschigen Lichtung, vom Weg aus nicht einsehbar, im Wald. Dort angekommen machten wir es uns auf einer Decke gemütlich und ich durfte zuerst einmal erzählen, wie es mir aktuell geht. Silke hörte mir aufmerksam und aktiv zu. Schon zu dem Zeitpunkt kristallisierte sich heraus, worum es sich heute intensiver drehen würde. Immer wieder lass´ ich es zu, dass ich von außen klein gemacht werde…

Bei einer kleinen Vor-Übung konnte ich zur Ruhe kommen, mich mit der Natur verbinden und nur noch die Geräusche und den Duft des Waldes wahrnehmen. Ich konnte loslassen und entspannen. 

Nachdem wir schon einmal im Herbst mit dem „Kreis des Selbst“ gearbeitet hatten, bot es sich förmlich an, diese Arbeit im Frühling zu wiederholen. Ich legte somit erst einmal meinen Kreis aus Naturgegenständen und danach schlug Silke mir vor, einen „Spaziergang mit meiner Angst an der Hand“ zu machen. Eine Stunde alleine. Das passte für mich. Sie sagte nur: „Achte darauf, wo es dich hinzieht und was dir begegnet. Schalte deinen Kopf aus und lass deinen Emotionen den Vortritt. Vielleicht begegnet dir etwas, das du mitbringen bzw. später mitteilen möchtest. Es kann eine Pflanze, ein Gegenstand oder einfach ein Geräusch oder Gefühl sein.“  

Irgendwie fühlte ich mich in meine Kindheit zurückversetzt. Wann streift man schon als Erwachsene alleine durch den Wald, balanciert auf Baumstämmen, hüpft über Bäche (und amüsiert sich über den im Matsch stecken gebliebenen Schuh), streichelt über Moos und sammelt Zapfen, Klee und Federn… Es fiel mir schwer, den Kopf auszuschalten und mich ganz meinen Gefühlen hinzugeben, aber es war wunderbar. Zurück bei meinem Kreis fragte mich Silke, wie es denn war mit meiner Angst an der Hand. Auch hier kristallisierte sich nach einem längeren Gespräch heraus, dass ein geschützter Raum und Sicherheit ein wichtiges Thema für mich ist und es Phasen in meinem Leben gab, in denen ich mich nicht beschützt fühlte. 

Ich möchte an dieser Stelle keine Details nennen. Bei dieser Arbeit geht es darum, vom Denken ins Fühlen zu kommen. Diesen Gefühlen Raum zu geben, sie zuzulassen, auszudrücken und zu verarbeiten. Mit Silkes Hilfe konnte ich auch meine Wut endlich einmal rauslassen. Stück für Stück befreite ich mich von der Last des Kleingemacht – und Bloßgestelltwerdens. Das tat gut!! Es war richtig befreiend! Ein so wunderbares Gefühl und ein innerer Frieden breiteten sich in mir aus!! Das werde ich nie mehr vergessen.

Liebe Silke, mit deiner einfühlsamen Art, deinem naturtherapeutischen Wissen und deiner instinktiv richtigen Hilfe ist es mir gelungen, in meinem Leben wieder einmal einen großen Schritt weitergekommen zu sein. Dafür danke ich dir aus tiefstem Herzen!

(Persönliche Daten werden von mir vertrauensvoll behandelt und daher an dieser Stelle auch keine Initialen angegeben. Bei den Rückmeldungen der „Auszeiten“ nur mit Genehmigung der TeilnehmerInnen.)